»Wir schaffen das«

Schreckliche Bilder prägen dieses zu Ende gehende Jahr: die Leiche eines Kindes am türkischen Strand, zerstörte Städte, endlose Flüchtlingstrecks, verzwei-felte Gesichter. Gleichzeitig gab und gibt es viele Bilder der Hoffnung: Menschen, die Flüchtlingen spontan helfen, die Kleider und Nahrung organisieren, die Zimmer in ihren Wohnungen frei räumen. »Wir schaffen das!« – dieser Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel steht für diese große Hilfsbereitschaft.
Ähnlich klangen die Worte, die ich kürzlich im ICE gehört habe: Eine Mutter – augenscheinlich mit ihrer Familie auf der Flucht – tröstete ihr herzzerreißend schreiendes Kind. Ich habe die Sprache nicht verstanden, die Gesten aber waren klar: »Wir schaffen das!« Doch anders als die Kanzlerin sprach die Mutter nicht vom Wohlwollen der Helfer. Sie sprach vom Überleben, von der bevorstehenden Rettung.
Die Jahreslosung für 2016 spricht von diesem mütterlichen Trost, der mehr ist als eine Durchhalteparole. Gott selbst spricht uns, seinen Volk, Trost zu – Trost, der vor ewiger Verdammnis rettet. Jesus Christus selbst ist dieser Tröster. Er hat es geschafft – wir sind gerettet. In dieser Gewissheit können wir Weihnachten feiern. Diese Erfahrung wünsche ich allen Leserinnen und Lesern von Herzen!
Volker Kiemle, Leiter der Zeitschtriftenredaktion der EmK

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